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Zugfahrt
Bis zur Endstation. Einfach nur mitfahren, ohne irgendwo aussteigen zu müssen. Das Gepäck dabei. Dann, wenn der Zug angekommen ist, nicht dem Strudel folgen. Warum auch? Weshalb nicht auf den nächsten Strom warten und sich zurücktreiben lassen? Aber nicht ganz. Es gibt doch noch eine Zwischenstation, den Ausgangspunkt verschiedener Flußläufe. Es muß ein Zug sein, der Platz für mich alleine bietet: Es gibt ihn auch, er fährt noch nicht gleich. Erst einmal laufen, von Wagen zu Wagen. Jetzt ist er da, mein Rastplatz, nur einer von ihnen, aber der erste Halt. Und mein Proviant, jedenfalls das meiste. Etwas brauche ich noch als Wegzehrung: Vom Hauptbahnhof weg, durch bekannte Straßen, über zwei Zwischenstationen, fast gegenüber. Nichts wißt ihr von mir! Ich sehe euch treiben, gezogen werden, nur ich, ich ziehe mich selber! Bis zu meiner Parkbank, hier darf ich mich ausruhen, die Äste über mir, sie nicken mir zu, sie lassen mich schauen, nichts als schauen, sie lassen mich sein. Sie sind einfach da. Genauso wie sie will ich sein, einfach nur da.
(Zugfahrt am 28.02.03)
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